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Winter 2026: Universal Aid Ukraine — Evakuierungen unter extremen Bedingungen

  • Autorenbild: Lou Ysa Blank
    Lou Ysa Blank
  • 14. Juni
  • 2 Min. Lesezeit

Universal Aid Ukraine im Winter 2026 — ein Einblick in den Alltag unserer Partnerorganisation in der Ostukraine.


Der Winter ist in der Ukraine traditionell die härteste Zeit des Jahres — und 2025/2026 stellte unsere Partnerorganisation Universal Aid Ukraine unter Leitung von Lea Ocken vor besondere Herausforderungen. Klirrende Kälte von bis zu minus 20 Grad, vereiste Straßen, gezielte russische Angriffe auf die Energieinfrastruktur und ein zunehmend gefährliches Einsatzumfeld prägten den Alltag.


📹 Einblick: Universal Aid Ukraine im Winter

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Drei Wintermonate auf einen Blick

Dezember 2025 — 26 Evakuierungen unter Winterbedingungen

Schnee und Eis verschärften die operativen Bedingungen. Die Evakuierungsfahrzeuge wurden mit Spike-Winterreifen ausgestattet. Anhaltender Artilleriebeschuss und der vermehrte Einsatz feindlicher Drohnen in Druzhkivka und Oleksiyevo-Druzhkivka machten jeden Einsatz zu einem Risiko. Parallel erreichten wir mit unserer Weihnachtsaktion 222 Kinder in Krankenhäusern, Notunterkünften und einem Waisenhaus — das jüngste Kind war erst drei Monate alt.


Januar 2026 — 46 Evakuierungen bei minus 20 Grad

Der anhaltende Mangel an Heizung, Strom und Wasserversorgung erhöhte die Evakuierungsbereitschaft der Bevölkerung. Wir eröffneten eine neue Einsatzrichtung in den Distrikten Synelnykivskyi und Samarivskyi in der Region Dnipropetrovsk. Besonders bewegend: die Evakuierung eines schwer verletzten Mannes aus dem umkämpften Kostiantynivka, der trotz mehrerer Rippenfrakturen zu Fuß bis Oleksiyevo-Druzhkivka kam.


Februar 2026 — 56 Evakuierungen und ein Memorandum

Erweiterung der Einsätze auf den Bezirk Polohy in der Zaporizhzhia Oblast. 12 Kinder und 12 stark mobilitätseingeschränkte Personen wurden in Sicherheit gebracht. Mit der Stadt Saporischschja unterzeichneten wir ein Memorandum of Understanding für eine strukturierte Zusammenarbeit bei Evakuierungsplanung und humanitärer Hilfe.



Winternotfallhilfe in Dnipro

Neben den Evakuierungen leistete das Team gezielte Winternotfallhilfe für Familien in Dnipro. Bei extremen Temperaturen von bis zu minus 20 Grad mussten viele Haushalte ohne Strom und Heizung auskommen. Wir versorgten betroffene Familien mit warmen Winterschlafsäcken und Decken — eine wichtige Stabilisierung in einer besonders schwierigen Phase des Winters.


Ergänzend wurden 70 Schlafsäcke an die Stadt Saporischschja geliefert, insbesondere für Zivilist*innen, deren Zuhause infolge von Angriffen zerstört wurde. Einmalbesteck für die mobilen Rettungsbusse stellte sicher, dass auch nach Angriffen auf Wohngebiete eine erste sichere Versorgung möglich war.


Mit einer warmen Tasse Tee inmitten von Kälte und Dunkelheit

Die im Februar gelieferten Lebensmittel — Tee, Kaffee, Zucker, haltbare Milch und Kekse — dienen der Ausstattung mobiler Kälte- und Notfallbusse. Diese Busse fungieren in den Wintermonaten als Zufluchtsorte: Schutz vor eisigen Temperaturen, Wärme bei Stromausfall, ein geschützter Raum nach Angriffen.


„Mit einer warmen Tasse Tee in der Hand, inmitten von Kälte, Dunkelheit und Unsicherheit, entsteht für viele Betroffene ein Moment der Menschlichkeit.



Die Bilanz des Winters

In den drei Wintermonaten Dezember 2025 bis Februar 2026 konnte unsere Partnerorganisation insgesamt 128 Menschen aus den umkämpften Gebieten der Ostukraine in Sicherheit bringen. Hinzu kommen 222 Kinder, die durch die Weihnachtsaktion erreicht wurden, sowie zahlreiche Familien, die durch Winternotfallhilfe und Hilfslieferungen stabilisiert wurden.


Vielen Dank an alle Spender:innen, Ehrenamtlichen und Unterstützer:innen, die diese Arbeit unter extremen Bedingungen möglich machen.

 
 
 

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