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Lagebericht November 2025: 31 Menschen evakuiert – Stagnierende Front, neue Tierschutz-Kooperation

  • Autorenbild: Lou Ysa Blank
    Lou Ysa Blank
  • 14. Juni
  • 1 Min. Lesezeit

Veränderte Evakuierungslage

Im November blieb die Zahl der Evakuierungsanfragen vergleichsweise konstant, jedoch auf einem niedrigen Niveau. Die stagnierende Frontlage führte zu einer geringeren Anzahl unmittelbarer Fluchtbewegungen. Da viele Familien mit Kindern und mobilere Bevölkerungsgruppen die Region bereits verlassen haben, stammten neue Anfragen primär von älteren Menschen, Personen mit eingeschränkter Mobilität oder sozial isolierten Bewohner*innen.

Unsere Teams nutzten die ruhigere Phase verstärkt für Informationskampagnen in zukünftig betroffenen Gemeinden — um die Bevölkerung frühzeitig über Evakuierungsmöglichkeiten, Risiken und sichere Verhaltensweisen zu informieren.


Neue Kooperation mit Tierschutzorganisationen

Im November kam es zu einer verstärkten Kooperation mit deutschen Tierschutzorganisationen. Gemeinsam unterstützen wir die frühzeitige Evakuierung größerer Tieransammlungen — beispielsweise in Fällen mit Dutzenden oder mehr als 60 Katzen oder anderen Haustieren. Solche Evakuierungen sind nur mit ausreichendem zeitlichem Vorlauf möglich, da bei plötzlicher Frontannäherung häufig nicht mehr genügend Zeit bleibt.


Allgemeine Lage und Evakuierungen

Im November konnten insgesamt 31 Personen evakuiert werden — darunter fünf Menschen mit Behinderungen oder deutlichen altersbedingten Mobilitätseinschränkungen sowie zwei minderjährige Mädchen, deren Evakuierung unter Einhaltung der regionalen Kinderschutzrichtlinien erfolgte.

Ein Grund für die vergleichsweise geringe Zahl war ein nahezu einwöchiger Ausfall unseres gepanzerten Fahrzeugs aufgrund notwendiger Reparaturen. In dieser Zeit mussten wir Anfragen an eine Partnerorganisation übergeben, da die betreuten Einsatzgebiete so gefährlich sind, dass ein gepanzertes Fahrzeug zwingend erforderlich ist.

Die Region war erneut von massiven Stromausfällen betroffen, ausgelöst durch Angriffe auf kritische Energieinfrastruktur. Viele Menschen konnten ihre Mobiltelefone weder nutzen noch aufladen — die Kommunikation mit der Bevölkerung war erheblich erschwert.

 
 
 

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