Lagebericht Februar 2026: 56 Evakuierungen, Memorandum mit Saporischschja, TCCC-Training
- Lou Ysa Blank
- 14. Juni
- 1 Min. Lesezeit
Evakuierungslage im Februar
Im Februar wurden die Evakuierungsmaßnahmen in den Regionen Dnipropetrovsk und Donetsk fortgeführt; gleichzeitig erweiterten wir unsere Aktivitäten auf den Bezirk Polohy in der Zaporizhzhia Oblast.
Insgesamt konnten 56 Personen erfolgreich in sichere Gebiete evakuiert werden — darunter 12 Kinder (9 Jungen, 3 Mädchen) unter strikter Einhaltung der Kinderschutzstandards sowie 12 stark mobilitätseingeschränkte Personen mit intensivem Unterstützungsbedarf.
Erstmals wandten sich auch Menschen aus Mykolaivka im Distrikt Kramatorsk an unser Team. Besonders bewegend war der zunehmende Anteil von Familien mit Kindern, die sich oftmals nach langem Abwägen für die Evakuierung entschieden haben. Für viele bedeutet die Evakuierung weit mehr als einen Ortswechsel — sie bedeutet den Abschied von einem Zuhause voller Erinnerungen, von Nachbarschaften, von einem vertrauten Leben.
Memorandum of Understanding mit Saporischschja
Mit der Abteilung für Notfallvorsorge und Zivilschutz der Bevölkerung der Stadt Saporischschja wurde ein Memorandum of Understanding unterzeichnet, das die Grundlage für eine zukünftige Zusammenarbeit bildet. Die Partnerschaft sieht vor, die Stadt bei der Entwicklung eines umfassenden Evakuierungsplans fachlich zu unterstützen, Evakuierungen operativ durchzuführen und im Bedarfsfall schnell und koordiniert humanitäre Hilfsgüter bereitzustellen.
In diesem Zusammenhang wurde auch die erste humanitäre Hilfslieferung umgesetzt: Tee, Kaffee, Zucker, haltbare Milch und Kekse zur Ausstattung mobiler Kälte- und Notfallbusse, die in den Wintermonaten als Zufluchtsorte für die Bevölkerung dienen — Schutz vor eisigen Temperaturen, Wärme bei Stromausfall und einen geschützten Raum nach Angriffen auf zivile Gebäude.
Medizinischer Auffrischungskurs
Das Team nutzte zwei Tage im Februar für einen TCCC-Auffrischungskurs (Tactical Combat Casualty Care). Trainiert wurden lebensrettende Sofortmaßnahmen: korrekte Anwendung von Tourniquets, Stoppen starker Blutungen durch Wundtamponade sowie sicherer Transport verletzter Teammitglieder und Evakuierung Verletzter aus Fahrzeugen.
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